Extensionen einer Regularitätstheorie der Kausalität

Die Regularitätstheorie der Kausalität von Grasshoff/May (2001) hat mit dem von Mackie (1974) formulierten Hooters-Problem einen wichtigen Einwand gegen Regularitätstheorien lösen können. Es wird untersucht, ob diese Theorie auf weitere bislang ungelöste Problemfelder einer Analyse der Kausalrelation erfolgreich angewendet werden kann.

Folgende Fragen sollen dieses Projekt leiten:

  • Halten die von Grasshoff und May vorgeschlagenen Lösungen von Fällen der Überdetermination, akzidentellen Regularitäten, leeren Regularitäten, Epiphenomena und zirkulären Kausalprozessen weiteren möglichen Gegenbeispielen stand?

  • Wie geht eine Regularitätstheorie der Kausalität mit dem Problem der Grob-Fein-Faktoren, d.h. mit unterschiedlichen Spezifikationsgraden von Kausalfaktoren, um?

  • Wie bildet eine Regularitätstheorie der Kausalität die Transitivität der Kausalrelation ab?

  • Welches ist das Verhältnis unterschiedlicher, insbesondere unterschiedlich spezifischer Erklärungsmodelle einer Wirkung zueinander?

  • Ist das Problem der Theorienreduktion zumindest teilweise als ein Problem der kausalen Beschreibung von Prozessen mit unterschiedlichen Systemen von Ereignistypen zu verstehen?